Die Ausgangsbasis für alle E-Commerce-Aktivitäten ist die richtige Auswahl der E-Commerce-Software. Die Software sollte dabei aktuelle Anforderungen erfüllen, die Prozesse des Online-Shop-Betreibers darstellen können, die nötige Flexibilität für Erweiterungen bieten und euch über viele Jahre hinweg begleiten. Auf dem Markt gibt es unzählige Angebote von E-Commerce-Lösungen, was die Auswahl oftmals sehr unübersichtlich und schwierig macht.
Einige E-Commerce-Systeme sind auf bestimmte technische Bedingungen festgelegt, andere bieten euch mehr Flexibilität und Individualisierung. Die Mehrzahl der heutzutage verwendeten E-Commerce-Systeme sind Open-Source-Systeme. Im heutigen Blogbeitrag möchten wir euch einen Überblick über die am häufigsten am Markt vertretenen E-Commerce-Lösungen vorstellen.

Online-Shop-Software-Lösungen

Die aktuellen E-Commerce-Lösungen

Die Kunden sind heutzutage viel vernetzter und flexibler und haben aufgrund der Nutzung von mobilen Endgeräten und der immer besseren Datenverbindung ganz andere Ansprüche als noch vor einigen Jahren. Die Kunden wünschen sich heute ein intelligentes, überzeugendes und ansprechendes Kauferlebnis. Wer heutzutage einen Online-Shop betreibt, weiß dass der Anspruch der Kunden alle Interaktionspunkte berührt, wie bspw. Bestellungen, Rücksendungen, Fragen uvm. Eure Kunden möchten zu jeder Zeit einen Einblick in den Bestellvorgang haben, somit muss eine optimale Auskunft und Beratung stets garantiert sein. Betreiber müssen auf ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung aufmerksam machen, die Kunden an sich binden, sie zufrieden stellen und den Umsatz steigern. All diese Herausforderungen müssen in die E-Commerce-Lösung implementiert werden können.
So haben sich in den letzten Jahren drei wesentliche Kategorien für die E-Commerce-Lösungen herauskristallisiert, die wir euch nun erläutern möchten.

1. Shop-Lösungen

E-Commerce-Lösungen, Shop-Software, Klassischer Online-Shop

Hier handelt es sich um die klassische Online-Shop-Software. Ein Händler lädt sich die Software herunter und stellt seine Produkte ein. Hierbei ist es möglich, alle Bereiche des Online-Shops an die Bedürfnisse des Betreibers anzupassen, der Individualität und Flexibilität sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Das Hosting könnt ihr bei dieser Lösung selbst übernehmen, also mit eigenen Servern, oder mit angemieteter Serverhardware bei einem Hosting-Dienstleister. So müsst ihr eure Daten nicht weitergeben und seid unabhängig.

Anforderungen an den Online-Shop-Betreiber

Die Einrichtung des Systems und das Einstellen der Produkte muss bei dieser Lösung vom Betreiber selbst übernommen werden. Dies wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor verkauft werden kann. Auch die Anpassungen des Layouts sind euch selbst überlassen, wofür meistens einige Programmierkenntnisse erforderlich sind. Auch für das Bewerben und das Marketing des Online-Shops ist der Betreiber selbst verantwortlich. An dieser Stelle ist es sehr ratsam jemanden mit Seo-Maßnahmen zu beauftragen, oder es selbst mit Seo zu versuchen. Mithilfe von Schnittstellen kann der Online-Shop in andere IT-Systeme eingebunden werden, wofür aber wiederum Programmierkenntnisse erforderlich sind.

Unser Fazit

Ein eigener klassischer Online-Shop bringt das höchste Maß an Flexibilität mit sich und die Bedürfnisse der Shop-Betreiber können in den meisten Fällen voll zufrieden gestellt werden. Wartungen und Updates, Marketingmaßnahmen und die erforderlichen Programmierkenntnisse dürfen allerdings nicht unterschätzt werden.

2. Software-as-a-Service-Lösung (SaaS)

E-Commerce-Lösungen, Software-as-a-Service-Lösung (SaaS)

Der Unterschied zur Shop-Lösung ist der, dass der Online-Shop bei einem externen Dienstleister betrieben wird und der Online-Shop-Betreiber diesen als Service nutzen kann. Für die Nutzung dieses Services bezahlt der Online-Shop-Betreiber dem externen Dienstleister Gebühren. Shopify dürfte derzeit die wohl bekannteste SaaS-Lösung sein.

Vor- und Nachteile der SaaS-Lösung

Vorteil dieser Lösung ist, dass der Online-Shop-Betreiber sich nicht um technische Anforderungen und Prozesse kümmern muss. Nach dem Anlegen eines Kontos, könnt ihr direkt anfangen eure Produkte einzupflegen. Auch zwischen verschiedenen Layouts kann oftmals gewählt werden. Nachteil bei einer SaaS-Lösung sind aber die fehlenden Anpassungsmöglichkeiten. Auch die Einbindung des Online-Shops in bestehende Systeme ist häufig nicht möglich oder mit sehr viel Aufwand verbunden.

Unser Fazit

Vor allem für kleine Unternehmen, die gezwungen sind, den Fokus auf das Kerngeschäft zu legen, kann diese Lösung durchaus Sinn machen. Ihr müsst euch aber stets darüber bewusst sein, dass ihr bei dieser Lösung abhängig vom Anbieter seid und dieser zudem eure Daten verwaltet.

3. Marktplatz-Lösungen

E-Commerce-Lösungen, Marktplatz-Lösung

Ein Marktplatz ist in Ort, auf dem viele Händler und viele Kunden aktiv sind. Der Händler betreibt also keinen eigenen Online-Shop. Der Betreiber des Marktplatzes stellt alle technischen Anforderungen, die Marketingmaßnahmen, den kompletten Bestellprozess und die Zahlungsabwicklung bereit und stellt sie den Handelstreibenden und deren Kunden zur Verfügung. Dafür verlangt der Marktplatz-Anbieter natürlich einen Anteil des auf seinem Marktplatz erwirtschafteten Umsatzes.

Die Vorteile von Marktplatz-Lösungen

Die größten und bekanntesten Marktplätze sind Ebay oder Amazon, die den Kunden auch ein gewisses Maß an Vertrauen suggerieren. Viele Kunden steuern diese Marktplätze auch direkt an, ohne lange über eine Suchmaschine nach dem gesuchten Produkt zu suchen. Das Einpflegen der Artikel geht sehr schnell und der Verkauf kann ohne weitere Umwege direkt beginnen. Mittlerweile ist es sogar möglich einen eigenen Shop im Marktplatz zu betreiben. Hier werden dann nur die eigenen Artikel eingestellt.
Ein großer Vorteil von Marktplätzen ist ganz klar die Tatsache, dass ihr dort eine neue Zielgruppe ansprechen könnt, die sonst vielleicht gar nicht auf euch und eure Produkte aufmerksam geworden wäre.

Die Nachteile der Marktplatz-Lösungen

Je mehr Marktplätze ihr nutzt, desto unabhängiger seid ihr von einem einzelnen. Beachtet aber unbedingt, dass die Nutzung jedes Marktplatzes zusätzlichen Aufwand mit sich bringt. Sich einzig und allein auf diese Art der E-Commerce-Lösung zu verlassen, kann einem auf kurz oder lang aber einen Strich durch die Rechnung machen. Es können jederzeit neue Wettbewerber auf dem Marktplatz auftauchen oder die Marktplatz-Betreiber können ihre Verkaufsprovisionen erhöhen. Schnell kann dann die Nachfrage nach euren Produkten sinken oder sich der Verkauf eurer Produkte provisionsbedingt nicht mehr lohnen.

Unser Fazit

Markplätze können eine perfekte Ergänzung zum eigenen Shop darstellen, bieten aber nicht das optimale Maß an Flexibilität und Individualisierung.

Wir hoffen wir konnten euch die E-Commerce-Lösungen etwas verinnerlichen und näher vorstellen. Wir wünschen euch viel Erfolg bei der Auswahl, der am besten zu euch passenden Lösung und natürlich viel Erfolg mit eurem Online-Shop!